Auf Rat bei PAdUB (Uni Bielefeld) einmal nachzufragen, ob die Plätze frei haben, bekam ich innerhalb von einem Tag einen Rückruf (ich hatte per e-Mail eine Anfrage gesendet). Bei dem Telefonat musste ich noch einmal kurz schildern, was genau mein Problem ist und warum ich einen Termin haben möchte.
Ich bekam innerhalb einer Woche einen Termin für ein Erstgespräch. Ich denke, dies ist dem geschuldet, dass ich zu jederzeit kann und es mir auch egal war, wer das Gespräch führt.
Von Anfang an war ich unsicher, ob es die richtige Anlaufstelle sei und meine Sorge gesagt zu bekommen, dass ich Depressionen habe, wuchs immer mehr. Sollten die Ärzte alle Recht behalten und ich wäre „nur“ depressiv??
Das Gespräch und auch alles andere war rückblickend sehr angenehm gestaltet, jedoch in dem Moment habe ich immer wieder überlegt, ob es Fangfragen sind und was ich als Antwort geben soll.
Nach 1,5 Stunden stand vorläufig fest, Posttraumatische Belastungsstörung mit einer Form Depression. Da war es, das gefürchtete Wort! Ich hörte nur „Depression“, den ersten Teil nahm ich als belanglos wahr.
Ich bekam ein Schreiben, welches mir ermöglichen sollte, innerhalb von vier Wochen einen Therapieplatz zu bekommen, falls ich bei PAdUB nicht unterkommen könnte. Heute weiß ich, Depression wurde mit drauf geschrieben, dass die Dringlichkeit für die Krankenkasse oder einen anderen Therapeuten ersichtlich wurde.
Da ich zustimmte, dass meine Sitzungen aufgezeichnet werden durften und ich sie der Forschung zur Verfügung stellte, terminlich flexibel war und es mir egal war, welches Geschlecht der Therapeut hatte, bekam ich innerhalb von zwei Wochen eine Zusage für einen Therapieplatz.
Nun hieß es vorab etliche Fragebögen auszufüllen, wo ich mich etwas darüber ärgerte, dass die Fragen sich wiederholten (es waren verschiedene Fragebögen, die teilweise gleiche Fragen hatten). Wie ich später in der Therapie lernte, wurde beim erneuten ausfüllen (alle 10 Sitzungen) nur eine einzige Frage kontrolliert:
„Haben Sie vor oder überlegen Sie, sich etwas anzutun oder sich umzubringen.“