Nun stand der erste Termin an und ich dachte mir, dann machst du halt ein paar Sitzungen und dann ist wieder alles in Ordnung.
Nach der ersten Sitzung stand für meine Therapeutin fest, dass ich eine PTBS habe. In meinem Kopf war nur „keine Depression, ich wusste es doch“. Das Problem war nur, ich freute mich über etwas, wo mir nicht bewusst war, was es eigentlich bedeutete.
Nach der sechsten Sitzung musste ich ein Formular beim Hausarzt ausfüllen lassen. Warum ich so etwas bräuchte und wie die denn bitte darauf kämen. Ich habe angefangen zu erzählen, was los ist. Für mich war das, was ich erzählte normal. Meine damalige Hausärztin unterbrach mich, machte den Stempel auf das Blatt Papier und verabschiedete mich mit den Worten „wenn sie irgendetwas brauchen, melden sie sich“. Auch an dieser Stelle dachte ich mir nichts dabei. Ich war einfach nur froh, dass endlich keine Depression mehr im Raum stand.
Die Krankenkasse bewilligte 80 Sitzungen und bei Bedarf natürlich noch mehr. Als meine Therapeutin mir dies sagte, bekam ich einen Kloß im Hals und wäre am liebsten nach Hause gegangen.
Zu dem Zeitpunkt hatte ich immer wieder mit meinem Rücken Probleme und der Müdigkeit, die meinen Alltag stark einschränken konnte. Das war aber mein kleinstes Problem.