Als ich diese Woche morgens vom Stall zurück gefahren bin, wurde im Radio ein Beitrag angekündigt zu dem Thema, Alkohol.
Ich erinnerte mich daran, wie es mir ging. Ich habe bis zu meinem 18. Lebensjahr keinen Alkohol getrunken und bin sehr oft in Situationen gekommen, wo ich nicht verstand, warum meine Mitmenschen so intensiv versuchten, mich dazu zu bewegen, doch endlich mal Alkohol zu trinken.
Zur Konfirmation habe ich mit Sprite angestoßen, was für meine Eltern ok war, für die Gäste etwas irritierend.
Ich erinnerte mich auch sofort wieder daran, wie meine Freunde damals teilweise heimlich Alkohol in meine Sprite gemischt hatten. Ich habe es allerdings gerochen.
Mir ging bei den Radiobeitrag nur durch den Kopf, Alkohol ist so selbstverständlich, wie zum Beispiel Süßigkeiten. Auch hier erlebe ich immer wieder, dass es Menschen gibt, die nicht verstehen können, wenn man Süßigkeiten nicht isst oder nur bei einem wirklich heftigen Migräneanfall.
Es viel der Satz „wenn jemand nein zum Alkohol sagt und man auf einer Feier ist, wird man in der Regel schief angesehen. Auch auf der Arbeit, bei Essen mit Kollegen ist es immer noch ein „nein“, welches nicht verstanden, sogar nicht akzeptiert wird.“. Hier musste ich etwas schmunzeln, da ich es von Kasper kenne. Wenn er bei einem Geschäftsessen keinen Alkohol trinkt, wird er ebenfalls erst einmal schief angesehen. Vor zehn Jahren war es noch schlimmer. Zum Glück scheint hier in gewisser Hinsicht ein Wandel zu passieren.
Für mich, mit einer kaputten Leber, steht Alkohol seit über zehn Jahren nicht zur Diskussion. Mir reicht es schon, wenn ich mal alkoholfreien Sekt trinke. Der geringe Alkohol, der darin enthalten ist, reicht schon aus, dass ich etwas angeheitert bin. Kostengünstig für den Gastgeber, für mich ein Zeichen, lass die Finger davon. 🙂
Wie ist das bei euch? Habt ihr auch schon einmal so eine Erfahrung gemacht, in der nicht verstanden wurde, dass ihr keinen Alkohol trinken möchtet?