Veränderungen fangen im Kopf an und stellen sich oft in unserem Kopf als kompliziert, schwierig, mühsam oder nicht vereinbar mit anderen Dingen dar.
Ich bin jemand, der gerne bildlich denkt und in diesem Fall stelle ich mir einen Weg vor, wo ich mein Ziel noch nicht sehen kann und nicht weiß, wie viele Abzweigungen, Höhen oder auch Tiefen der Weg hat. Wer weiß, vielleicht treffe ich auch Wegbegleiter, die mich eine zeitlang auf meinem Weg begleiten und meine Sichtweise verändern oder vielleicht sogar einen Teil meiner Sichtweise mit auf ihren Weg nehmen.
Wie man sehen kann, durchlebt mein Blog auch eine Veränderung – er ist wieder deutlich aktiver geworden. Als Ursache gibt es viele kleine Gründe, die zu einen großen Grund werden und somit zu einer Veränderung bei mir führten und führen.
Für mich stellte sich im letzten Jahr immer wieder die Frage, wie stelle ich mir mein Leben in fünf oder zehn Jahren vor. Warum ich mir diese Frage stellte, liegt nicht daran, dass ich eine 4 vorne in meinem Alter habe, sondern immer wieder zeigte mir mein Körper, dass ich vieles planen kann, aber nicht alles körperlich auf Dauer schaffen werde.
Seit geraumer Zeit mache ich einen online Kurs, in dem ich mich mit dem Thema Social Media Manager beschäftige. Natürlich könnte ich jetzt sagen, mir fehlte einfach die Zeit, mich vollkommen darauf zu konzentrieren und meine berufliche Veränderung schneller abzuschließen. Allerdings würde ich mir damit in die eigene Tasche lügen. Natürlich hat der Einzug der Jungs bei mir einiges durcheinandergebracht, zumal der Einzug kurz nach dem Ende der Therapie war. Zu dieser Zeit war vieles erlernte aus der Therapie, noch nicht so gefestigt, wie es hätte sein müssen, damit ich meinen Fokus auch wirklich auf mich und meinen Weg stelle und nicht wieder in mein altes Muster verfalle und versuche für andere da zu sein.
Dann waren da natürlich auch die faszinierenden Lockrufe des Sofas, und wie sollte es auch anders sein, fingen bei mir auch wieder die gesundheitlichen Probleme an zuzunehmen. Meine Migräne wurde wieder mehr, wodurch ich vom Neurologen ein Medikament verschrieben bekam, welches mal eben zu einer Gewichtszunahme von ca. 16 kg führte. Das zog dann wieder den Rattenschwanz (ich werde jetzt nicht alles aufzählen) nach sich, der sich zum Beispiel in Form von Rückenschmerzen äußerte. Dann kamen entzündete Achillessehnen hinzu. Den Jungs hatte ich in den Hintern getreten, dass sie sich neue Schuhe besorgen sollten, allerdings hatte ich vergessen, mal auf meine eigenen Schuhe zu schauen. Letzten Endes bin ich dann mit so durchgelatschten Schuhen rumgelaufen, dass ich anfänglich die Schmerzen ignorierte und nun auf beiden Seiten einen ordentlichen Bogen habe, so wie Schmerzen bei allen möglichen Bewegungen.
Ich musste mir dann auch eingestehen, dass ich ab und zu wieder im Zustand meiner PTBS war. Wo dran ich das gemerkt habe? Ich hatte plötzlich wieder kein Zeitgefühl und war geistig neben mir – eine meiner vielen Persönlichkeiten stand immer neben meinem Körper und beobachtete meinen Zustand. Geholfen hat sie mir in den Momenten allerdings auch nicht.
Dieses Mal bemerkte ich meinen Zustand allerdings aktiv selber und habe auch mit Kasper darüber gesprochen, der allerdings selber genug um die Ohren hat und mir dabei nur bedingt helfen konnte.
Fortsetzung folgt….