Der Feind schläft nie

Immer wieder hatte ich mir vorgenommen mich hin zu setzen und endlich mich meinem Blog wieder zu widmen!

Jedoch stand in erster Linie die Homepage vom Betrieb, die Buchhaltung, das Ferienprogramm, die Uni, der Haushalt, die Betreuung der Ponys…. im Vordergrund.

Ich wollte immer davon erzählen, dass ich es nun schaffe den Tag fast komplett ohne Pausen zu bestreiten. Ich wollte davon erzählen, dass ich wieder mehr Kraft in den Armen haben und mit angelehnten Füßen einen Handstand machen kann. Ich wollte erzählen, dass ich im September wieder einen Lauf hatte, der ganz gut lief.

Ich wollte so viel Positives erzählen und immer war ich dann doch zu müde, um einen vernünftigen Blogbeitrag zu schreiben.

Nun sitze ich heute vor meinem Laptop und schreibe einen Beitrag, der daran erinnert, warum ich diesen Blog schreibe.

Mir ging es die letzten Wochen wirklich gut! Ich habe vieles essen können, ohne das ich Probleme bekam. Mir taten keine Muskeln oder Knochen weh, so das ich im Ablauf mit allen Dingen sehr fix und wendig war.

Seit ca. anderthalb Wochen werden die Beschwerden deutlicher. Schmerzen im Fuß – ach das liegt an den falschen Schuhen! Einfach weiter machen. Blähungen als wenn jemand Granaten los gehen lässt (nur nicht mit so einer zerstörerischen Auswirkung), Plötzlich auftretender Juckreiz mit Pickelbildung. Schwindel – ach hast heute einfach zu wenig getrunken. Leider bleibt der Schwindel auch bei mehr als 1,5-2l Flüssigkeit. Probleme mit der Verdauung. Übelkeit…

Das sind alles Symptome, die mich immer mal wieder begleiten und ich sie nicht weiter beachte. Seit zwei Tagen haben ich im Rücken wieder die ersten drei Stunden nach dem Aufstehen Schmerzen, dass ich es nun nicht leugnen kann. Auch hat sich die Farbe der Ausscheidungen wieder dahin gehend geändert, dass sie an die Zeit der erhöhten Leberwerte erinnern. Seit zwei Tagen habe ich auch wieder einen Schleier vor den Augen und „mache halt mein Ding“ um den Tag und seine Aufgaben zu bestreiten. Jeder Moment wo ich die Füße hochlegen kann, wird genutzt und gleich mit Schlaf genutzt und sei es nur für fünf Minuten. Selbst morgens beim Füttern und Stall machen habe ich das Bedürfnis, mich hinzusetzen und einfach nur sitzen zu bleiben.

Die Anzeichen sprechen dafür, dass ich in einem Schub stecke.

Ich habe meine „gute Phase“ genutzt, so gut ich konnte. Jedoch ist wieder die gleiche Frage, die dann in mir hoch kommt: „Hast du zu viel gemacht?“

Der Feind schläft nie.

Habe ich meinen Feind geweckt? Oder ist dieser Feind ein Freund, der mich nur daran erinnern will, dass ich körperliche Einschränkungen habe, die ich versucht habe zu ignorieren, weil ich wie ein gesunder Mensch den Alltag bestreiten wollte und nun will er mich daran erinnern, dass ich nicht noch weiter gehen soll, sondern Pause machen muss, um wieder etwas Kraft zu sammeln.

2 Gedanken zu “Der Feind schläft nie

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